Kurz-Biographie

Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 in Kreuzburg (Schlesien) geboren. Sein Vater Gottlob Ferdinand war Arzt, seine Mutter Henriette Albertine eine geborene Lehe. Mit Unterbrechung war Gottlob Ferdinand Bürgermeister von Kreuzburg. Freytag studierte bei Hoffmann von Fallersleben und Karl Lachmann. Da er aus politischen Gründen keine Professorenstelle bekam, wurde er zunächst als Privatdozent in Breslau tätig. Ab 1848 gab er gemeinsam mit Julian Schmidt die nationalliberale Zeitschrift „Die Grenzboten“ heraus. Seine Artikel brachten ihm u. a., daß er von Preußen steckbrieflich gesucht wurde. Er ließ sich schließlich in Siebleben bei Gotha nieder, wo ihm später von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha der Hofratstitel verliehen wurde.

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Die Ahnen 2: Das Nest der Zaunkönige

Jeder begehrt Macht und je größer seine Macht wird, desto höher steigt seine Begehrlichkeit. (Seite 158)

 

Cover: Gustav Freytag

 

Zum Inhalt

Rund zweihundertfünfzig Jahre nach dem Ende des ersten Bandes hebt dieser Roman im Kloster Hersfeld an, wo ein Nachfahre des Ingraban Mönch werden soll. Immo jedoch zieht es auf die Burg der Väter und in den Kampf zu Heinrich II. gegen den Babenberger. So verläßt er das Kloster, nicht ohne sich mit der Tochter des Grafen Gerhard, die er später heiraten möchte, gut zu stellen. Hildegard jedoch soll ins Kloster gezwungen werden, so daß Immo sich schließlich gegen den König stellt.

 

 

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Die Blume des Weins

1.

Der Wein, die liebliche Pflanze, ward hoch vor andern geehrt,
Ihr hat der müde Schöpfer zwei Blüthen im Jahre beschert,
Die ein' am Rebenstocke bei Sonnenlicht und Pracht,
Die andere tief im Keller in finstrer Mittternacht.
Die erst' in freien Lüften ist klein mit zartem Duft,
Die zweit' im Faß verborgen, erfüllt mit Balsam die Luft.
Wir fühlen die Kraft der Blumen am weingefüllten Glas,
Die Küfer aber verstehen das geistige Blühen im Faß,
Sie ahnen die tief Verborgene, sie scheuen das heimliche Leben,
Den nächtlichen Duft im Keller, und fürchten die Blume der Reben.
Doch ist ihr alter Glaube, bei hundertjährigem Wein
Soll einmal auch für Menschen die Pflanze sichtbar sein.

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